Veränderungen positiv gegenüberstehen - Herausforderungen annehmen

Andreas Jung zum Jahreswechsel

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitbürgerinnen undMitbürger

in wenigen Tagen geht nicht nur ein Jahr

zu Ende, sondern ein ganzes Jahrzehnt.

Wir alle erinnern uns sicherlich noch an die

„Millenniumsnacht“ zum Jahrtausendwechsel.

Jeder von uns hat seine eigenen,

persönlichen Erinnerungen. Aber was ist

seitdem passiert, politisch, gesellschaftlich,

wirtschaftlich?

 Die Globalisierung hat

an Fahrt gewonnen, der demografische

Wandel schreitet voran, die Herausforderungen

des Klimawandels sind uns so

deutlich vor Augen wie nie - um nur einige

Beispiele zu nennen. Wir haben in diesen

Jahren gewaltige Veränderungen erlebt!

Und doch: Wenn wir gerade die angesprochenen

Fragen ohne Scheuklappen

anschauen, dann wissen wir: Es ist erst der

Anfang, der Wandel wird weiter gehen und

sich im Zweifel beschleunigen. Oft erzeugen

Veränderungen zunächst Abwehrreflexe.

Es soll sich nicht ändern, sondern

bleiben wie es war - in der „guten alten

Zeit“. Ich bin aber überzeugt: Abwehrreflexe

werden uns nicht weiterhelfen. Würden

wir uns als Sprachrohr der Veränderungsverweigerer

verstehen, wir würden bald

als politischer Don Quichotte des 21. Jahrhunderts

enden: Ein aussichtsloser Kampf

gegen Windmühlen! Andererseits, die Zuschauerrolle,

das bloße Beobachten einer

sich verändernden Umgebung, das kann

nicht die Rolle einer politischen Kraft sein.

Unser Anspruch muss sein, die Veränderungen

zu gestalten. Unser Ziel muss sein,

neue Herausforderungen mit unseren traditionellen

Werten anzugehen: Die Würde

des Menschen, Freiheit und Verantwortung

als Grundlage einer humanen, kinderund

familienfreundlichen Gesellschaft mit

einer sozialen Marktwirtschaft und die Bewahrung

der Schöpfung als Schlüssel für

den Umgang mit Umwelt und Natur. Diese

Werte müssen Richtschnur sein für die Gestaltung

einer sich verändernden Welt.

Selbstverständlich ist es nicht, dass das so

kommt. Manche ungezügelte Entwicklung

der letzten Jahre - man denke an die Finanzmärkte

- hat sich jenseits jeglicher

Wertebindung vollzogen. Dafür einzutreten

ist aber unser Auftrag als christlich-demokratische

Partei. Darum geht es: Nicht

die Asche anbeten, sondern das Feuer weitergeben!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen -

auch im Namen aller Kolleginnen und Kollegen

des Kreisvorstandes - ein gutes, gesundes und

glückliches neues Jahr mit viel Kraft für die

anstehenden Aufgaben und Gottes Segen.

Herzliche Grüße

Andreas Jung, MdB

 

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